Trainingslager Söchau 2007
Tja, das diesjährige Trainingslager vom Forum ist vorüber… wie wars? Was habe ich mitgenommen? War es effektiv oder doch nur Zeitverschwendung? Wieviel Einfluss hat es auf mein bzw. unser Training gehabt?
Ich persönlich habe das Trainingslager sehr sehr toll und lehrreich empfunden. Es wurde eine – meiner Meinung nach – sehr wichtige und doch empfindliche Thematik als Haupt“motto“ herausgesucht: „Rollenspiele“ (nein… diesmal gings nicht um blutrünstige Werwölfe aus der Eichenstraße, die unschuldige kleine Mädchen verschlingen) – das Bewusstsein um die Rolle der Dame und des Herrn im Tanzen allgemein und in den einzelnen Tänzen und Figuren, die Erwartungen an die jeweilige Partnerin/den jeweiligen Partner UND – wichtig – die Kommunikation über diese Aspekte und generell zwischen den Partnern – dies alles waren kurz gefasst die Hauptpunkte der Woche.
Kommunikation
Besonders letzterer Punkt ist in meinen (und sicherlich auch in vielen anderen) Augen ein ganz kritischer Punkt: wie – verdammt noch mal – soll ich meiner Partnerin (gender-gerecht formuliert
) verklickern, dass sie die Figur falsch tanzt und ich der allmächtige Tanz-Gott bin…… Scherz beiseite – Kommunikation ist – wie wir alle wissen (sollten) – das Um und Auf einer Beziehung (auf allen Ebenen) und ist heutzutage mit Sicherheit der am öftesten vorkommende Grund für die Beendigung einer Partnerschaft. Der Vortrag von Peter Minar über „Coaching“ fand ich in diesem Zusammenhang sehr passend und hilfreich (wie verwende ich welche Worte/Phrasen in welchen Situationen um was zu vermitteln bzw. das Bitte um Hilfe durch einen Mediator/Coach) und auch das sehr sensible Training mit anderen Tänzern/innen hat sehr viel zum bewussten Eingehen auf dein Gegenüber und das Schätzen und die Wahrnehmung der eigenen Partnerin/des eigenen Partners beigetragen.
Natürlich ist es schwer, immer kompromissbereit zu sein, Kritik aufzunehmen oder sich human zu artikulieren – auch Patti und ich (wie alle anderen Paare, die wir kennen, auch) kämpfen ständig damit und haben auch das eine oder andere Mal die Hilfe eines Dritten benötigt, um Probleme im Bereich der Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit und all ihrer Irrwegen zu lösen. – An dieser Stelle möchte ich einen ganz großen Dank an Angie und Benni aussprechen, die uns immer wieder – von sich aus – sehr viel geholfen haben!!
Es gibt sicherlich noch tausende Dinge, die in diesem Zusammenhang erwähnt und besprochen werden können, aber 1. würde das weit über das Beitragsthema (es ging um das Trainingslager.. schon vergessen ?
) und 2. will ich mich in dieses Thema nicht irr reden, sondern sollte zuerst mal an mir selber arbeiten
– außerdem können wir noch immer einen anderen Beitrag hierfür eröffnen!
Lectures und Partnertausch
Zurück zum Thema: Was ich ebenfalls als sehr lehrreich erachtet habe, waren die Basic-Lectures von Ingrid und Ludwig: Was ich habe ich in dieser oder jener Figur zu tun, was erwarte ich von meiner Partnerin/meinem Partner, was wird von mir erwartet..? Wie kontrolliere ich meinen Körper, wie halte ich die Spannung im Zentrum, wie kann ich meinem Gegenüber helfen, dass sie/er ihren/seinen Part vollends austanzen kann, wie führe ich mit dem Körper?
Patti und mir hat das Partnertauschen sehr viel neues dargeboten, was Körperbeherrschung und Sensibilität betrifft und werden das auch in Zukunft immer wieder (in der Practice oder im Training) mit anderen Paaren machen – Tanzen lebt vom Gefühl miteinander, und mit der Zeit kann das abstumpfen… das Üben mit anderen Tänzern/innen hilft ungemein, das Feeling und die Connection (jaja Benni, Anglizismus..) zueinander (wieder) aufzubauen.
Trainingsplanung
Als letztes möchte ich die Lectures über Trainingsplanung und (wie oben schon erwähnt) Coaching hervorheben. Einen Plan zu haben ist einfach wichtig (ich bin auch erst vor kurzem auf diese so logisch erscheinende und doch so schwierig in die Tat umzusetzende Erkenntnis gekommen – ich gebs ja zu, Patti hat das schon früher erkannt.. bin halt ein bisschen langsam was so was angeht) – besonders für unsereiner .. wir chaotische Studenten, die keinen Dau von Zeitmanagement haben und gestörte Lebensrhythmen haben, sich um 3h in der Nacht in den Klub stellen oder bis 5h Kill-Bill 1 + 2 anschauen (geiler Film, nebenbei
). Was ich in dem Zusammenhang sehr bewundernswert finde, ist das Engagement von Ingrid und Ludwig für alle Klubpaare – sie sind wirklich immer für alle und alles offen!!
Sonstiges
Was das Drumherum betrifft: das Hotel war sehr angenehm, es wurde von der Ausstattung ein toller Service geboten – was natürlich den Preis dementsprechend ausfallen ließ – Essen war toll, Saal sehr gut, Lage und Anfahrtszeit Hotel – Tanzsaal (27 Sekunden von Tür zu Tür) optimal und das positivste, was für mich dieses Jahr sehr viel ausgemacht hat: die Atmosphäre war sehr sehr angenehm und motivierend!
Natürlich gibts auch einige Punkte, die man meiner Meinung nach verbessern könnte, z.b. größerer Saal, Outdoor-Training (z.B. Koordination, ..) , Gast- oder Aushilfstrainer (hauptsächlich auch für die Entlastung von Ingrid und Ludwig) , billigeres Hotel .. – doch sind die meisten dieser Vorschläge aufgrund von Zeitmangel oder Nicht-Durchführbarkeit schlicht und einfach nicht realisierbar und tragen oft auch noch Einbußungen an anderen Stellen mit.. daher zu vernachlässigen
Ok, ich schreibe mich wieder dumm und krumm ohne auf den Punkt zu kommen (hoffe, ihr seid noch nicht eingeschlafen) ..
Fazit:
das Forum-Trainingslager 2007 in Söchau war super!
Hier noch 2 kurze Impressionen zur Erinnerung – vielleicht folgen später noch andere Fotos
mit freundlichen Grüßen,
die Sprosse (<– das ist ein Link *obergscheidbin*
)

halloooooo =) juhuuuu mein erstes kommentar…
ich stimme dir in allen punkten überein ….. das ist eine seltenheit, also: standing ovation *hehe* sehr gut sehr gut …
ps: muss jetzt schaun ob das photo angezeigt wird :p
baba geh jetzt schlafen es ist 4 uhr nach dem watzek dieser nacht…. morgen ( =nach dem schlafen …) bin ich sowieso müde…… aber sonst noch müder…
ok man sieht bin jetzt auch nicht mehr ganz wach *gähn*
bussi und baba und baba und baba und baba und….. *umfall,schnarch*
…
4 uhr???
das kann ich mir irgendwie nicht gnaz vorstellen
mal abgesehn davon, das da steht, das du den beitrag um 2:15 verfasst hast, aber was solls ^^
so long…
nö, die zeit war aufm blog nur irgendwie falsch eingestellt.. habs korrigiert
Hui, das ist ja ein ganz ansehnliches Stück Bliteratur geworden
Im Großen und Ganzen kann ich dir einfach nur zustimmen, das Trainingslager war wirklich ergibig und unterhaltsam.
Alleine der Coaching Vortrag wird meiner Meinung nach teilweise ein wenig überbewertet. Die Grundbotschaft ist korrekt (no na, „miteinander“) Alles andere sind zwar nette Vorschläge, wie nun Formuliert und Gearbeitet wird, aber im Endeffekt zählt hier doch etwas Anderes, das nicht erwähnt wurde:
Miteinander Reden ist nur gut unter der Prämisse, sich nicht selbst in gewohnte negative Verhaltensweisen zu verlieren. Von Zeit zu Zeit ist es einfach nötig, die eigene Herangehensweise zu verändern, um auch den anderen aufzurütteln.
Ein ständiges „Wir sollten …“ statt einem „Du hast …“ ist ja schön und gut, wird aber auch bald zu einem Ritual mit ähnlichen Problemen wie das alte.
Wenn ich aber beim Ansprechen von etwaigen Problemen gezielt ein etwas anderes Verhalten als gewohnt zeige (muss ja nicht aggresiver sein :p ) dann kann ich verhindern, dass die ganze Diskussion in das übliche „ja – nein“ Ritual abgleitet. Warum? Weil es dann kein „Standartprogramm“ gibt (weder von mir, noch von meinem Gegenüber), das wie immer die gleichen Aktionen und Reaktionen hervorruft, sondern tatsächlich Kommunikation nötig ist.
… naja, also ich hab scheinbar einfach schon zu viel zu dem Thema gehört und gelesen, wegen zu motiviertem Selbst, Deutschprofessorinnen und Uniwahlfächern. Wahrscheinlich bin ich schon derart verbildet, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe … daher
Söchau 2007 war eine echte Bereicherung